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Diskussion im Internet
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Erstellt am
25.05.2005
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von
Josef Schmaus
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Thema
Internet – Auslöser für die Krise von Zeitungen und TV?
Zur Einstimmung folgen Teile des Eröffnungsartikels von Trendforscher Matthias Horx, erschienen in der Maiausgabe des „Zukunftsletter“ (mit freundlicher Genehmigung des Verlags für die Deutsche Wirtschaft AG, Bonn; www.zukunftsletter.de ):
„Viele Jahre haben wir davor gewarnt, jetzt ist sie da: die allumfassende Medienkrise. Vor allemim Werbesektor spürt man den Trend eindeutig: Die Preise für Werbeminuten verfallen, nichts wird mehr voll bezahlt, keiner gut mehr hin – ein Desaster.
Dabei ist die Erscheinungsform durchaus paradox. Es gibt ja kein Zeitungssterben, sondern, im Gegenteil, IMMER MEHR Titel. Jeden Monat werden um die 50 neue Zeitschriften an den Kiosk geworfen, in immer neuen Fraktalen des Lifestyligen und Infotainigen. Es gibt inzwischen Zeitschriften für Antikmotorradfahrer aus den 70er Jahren und Hochssangler, für asiatische Börsenfans und Liebhaber erotischer Sonderheiten wie Riesenpos, dicke Beine oder geile Füße. Was drinsteht, ist ziemlich egal. Es schreiben die Volontäre. … Im Grunde geht es dem Mediensektor wie dem gesamten Konsum. Hauptsächlich geht es in Richtung ständiger Verbilligung, in den Orkus des Trashs, der Ununterscheidbarkeit. Das ist der Preis, den wir für eine dynamische mediale Wirtschaft zahlen. Aber kein Trend ohne RETRO. Das Fernsehen wird in seinem öffentlich-rechtlichen Kern nicht kaputtzumachen sein – wir brauchen irgendwo eine weltordnende Instanz. Und neue, erzählende und ruhige Zeitschriftenformate kommen derzeit erfolgreich auf den Markt. Sie korrespondieren mit der neuen Lust an Lernen, Wissen und Bildung.
Bleiben wir gelassen. Was jetzt stirbt, ist lediglich das alte, frontale Mediensystem, in dem wir vor den Bildschirmen saßen und alles GLAUBTEN, was wir sahen. Medien werden netzwerkhaft, amorph, wandern in die Handys, ins Web, auf Blogs. Die multimedieale Welt, die uns die Medien-Utopisten vor Jahren versprachen – hier sind sie, allerdings sieht sie etwas ramponierter aus als in den Utopien des Jahres 2000. Wie sagte Churchill so schön? „Out of Complexities new Simplicities emerge“ – aus Durcheinander wird irgendwann neue Klarheit.“
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Video

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Präsentation

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